Medizin wird weiblicher

Erfah­run­gen von Assis­tenz­ärz­tin­nen und Aus­zu­bil­den­den der Pfle­ge

Über vie­le Jahr­zehn­te war die Kli­nik die „Fami­lie“ ihrer Mit­ar­bei­te­rin­nen. Ehe­paa­re mit oder ohne Kin­der waren die Aus­nah­me. Zur Rol­le der Frau­en in der Kli­nik im 21. Jahr­hun­dert waren zwei Grup­pen jun­ger Frau­en im Gespräch: drei Assis­tenz­ärz­tin­nen und vier Ler­nen­de aus der Pfle­ge. “Quinte”-Redaktorin Vere­na Jäsch­ke hat die­se Gesprä­che zusam­men­ge­fasst.

War es zu Ita Weg­mans Stu­di­en­zei­ten noch eine Sel­ten­heit, dass eine Frau Medi­zin stu­dier­te, sind heu­te mitt­ler­wei­le rund zwei Drit­tel der Medi­zin­stu­die­ren­den weib­lich. Dass den­noch viel weni­ger Frau­en als Ärz­tin arbei­ten und in noch deut­lich gerin­ge­rem Mas­se in Lei­tungs­po­si­tio­nen, liegt häu­fig an den Rah­men­be­din­gun­gen, berich­te­ten bereits vor eini­gen Jah­ren die Ärz­te­zei­tun­gen im deutsch­spra­chi­gen Raum. Wie es um die Bedin­gun­gen für jun­ge Frau­en in der Kli­nik Arle­sheim steht, frag­te die „Quinte“-Redaktion bei drei Assis­tenz­ärz­tin­nen nach. Anne-Chris­ti­ne Evi­son und Vic­to­ria Halasz, die seit knapp zwei Jah­ren an der Kli­nik arbei­ten, sowie Rahel Egli, seit Anfang des Jah­res hier tätig, gaben Ant­wort.

Als Mensch akzep­tiert

An der Kli­nik gibt es deut­lich mehr Assis­tenz­ärz­tin­nen als Assis­tenz­ärz­te, berich­tet Vic­to­ria Halasz, die sich in der
Kli­nik als sehr will­kom­men erlebt – ohne Unter­schied zwi­schen Män­nern und Frau­en, weder beim Gehalt und den Feri­en noch bei den Auf­ga­ben. Es geht weni­ger um Mann und Frau, es geht um den indi­vi­du­el­len Men­schen, bestä­tigt sie. Doch in der Füh­rungs­ebe­ne gibt es fast nur Män­ner. Die Kli­nik­ärz­tin­nen in höhe­ren Posi­tio­nen haben ihres Wis­sens kei­ne Kin­der, was die Fra­ge nach der Ver­ein­bar­keit von Beruf und Fami­lie auch hier nach sich zie­hen könn­te. Für Rahel Egli ist deut­lich, dass an der Kli­nik sol­che Ver­ein­bar­keit ange­strebt wird: Es ist eine Offen­heit da für neue Kon­zep­te. Teil­zeit­ar­beit für Assis­tenz­ärz­tin­nen und -ärz­te wie hier habe sie in ande­ren Spi­tä­lern noch nicht erlebt. Ganz neu auf der Inne­ren Medi­zin wird die Mög­lich­keit des Job-sharings ver­sucht – ob sich das bewährt, wird sich noch bewei­sen müs­sen.

Eine Fra­ge der Genera­tio­nen?

Anne-Chris­ti­ne Evi­son woll­te nach ihrem Medi­zin­stu­di­um kei­nen Spa­gat zwi­schen Beruf und Fami­lie, wes­halb sie sich zunächst für die Fami­lie ent­schie­den hat und nun deut­lich älter ist als ihre Assis­tenz­kol­le­gin­nen und -kol­le­gen. Für sie ist es unpro­ble­ma­tisch, dass auch die Ober­ärz­tin­nen und -ärz­te teil­wei­se jün­ger sind. Sie fühlt sich als Mensch ange­spro­chen, es geht nicht dar­um, dass sie eine Frau ist oder gar wie alt sie ist. Doch es ist eine Umstel­lung inso­fern, da sie zu Hau­se „ihr eige­ner Chef“ war. Jetzt muss sie natür­lich das machen, was erfor­der­lich ist, wie zum Bei­spiel Dienst an den Weih­nachts­ta­gen. Sie stellt fest, dass die Jun­gen heu­te offe­ner und fle­xi­bler sind als die Medi­zin­ab­sol­ven­tin­nen damals, die sich mehr „geduckt“ haben. „Das war immer so“, hiess es frü­her. Das ist heu­te anders – wie es auch die bei­den jün­ge­ren Frau­en auf den Punkt brin­gen: „Heut­zu­ta­ge wol­len wir alles.“ „Wir Frau­en wol­len heu­te nicht mehr nur Ärz­tin, nicht nur Mut­ter sein, son­dern mög­lichst bei­des gleich­zei­tig. Und dazu natür­lich auch noch Zeit für uns haben.“ Sie schrei­ben es dem heu­ti­gen Zeit­geist zu, dass Frau­en, aber auch Män­ner zum Bei­spiel mehr Teil­zeit­ar­beit ein­for­dern.

Viel lässt sich im Gespräch klä­ren

Rahel Egli hat den Ein­druck, dass sie ihre Bedürf­nis­se hier an der Kli­nik gut deut­lich machen kön­nen. Die Assis­tenz­ärz­tin­nen füh­len sich gehört – und nicht nur gehört, son­dern auch gefragt. Die­se Aus­sa­ge unter­stützt auch Vic­to­ria Halasz, die es als spe­zi­ell erlebt, dass sie sich viel äus­sern und mit­be­stim­men dür­fen. Das stär­ke­re Ein­brin­gen erle­ben sie auch bei Pro­ble­men, so wer­den sie zum Bei­spiel bei Dienst­pla­n­eng­päs­sen mit ein­be­zo­gen. Es wird inso­fern nicht über sie bestimmt, son­dern sie rin­gen zusam­men um Lösun­gen, die für bei­de Sei­ten pas­sen. Einen Grund für die­sen Ein­be­zug sehen sie durch­aus auch dar­in, dass sie sich ein­brin­gen wol­len und das deut­lich zum Aus­druck brin­gen. Anne-Chris­ti­ne Evi­son ergänzt, auch ihre Kol­le­gen wür­den dazu bei­tra­gen, bei Pro­ble­men mit­ein­an­der zu reden und so Lösun­gen zu ermög­li­chen.

Teil eines Behand­lungs­sys­tems

Vic­to­ria Halasz erzählt, ihr sei ein­ge­bläut wor­den, dass man Pati­en­ten­ge­schich­ten nicht mit nach Hau­se nimmt. Sie hat den Ein­druck, dass die Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten mit in ihrem Gefühls­raum leben. Und doch ver­sucht sie, dies in der Kli­nik zu las­sen, zumal sie und ihre Auf­merk­sam­keit daheim von ihrem Kind gebraucht wer­den. Aus­ser­dem hat sie gelernt, dass sie nicht allein für die Pati­en­tin­nen ver­ant­wort­lich ist. Sie weiss, dass sie Teil eines Behand­lungs­teams ist; auch Pfle­gen­de sowie The­ra­peu­tin­nen und The­ra­peu­ten spie­len hier eine gros­se und wich­ti­ge Rol­le. Rahel Egli hat mehr­fach erlebt, dass allein schon das gemein­sa­me Schau­en auf the­ra­peu­ti­sche Pro­ble­me einer Pati­en­tin hilft. „Wenn ich das hier nicht machen kann, neh­me ich die Pro­ble­me zu oft mit nach Hau­se, was nicht gut ist.“, berich­tet sie. Für Anne-Chris­ti­ne Evi­son ist es sehr wich­tig, sol­che Pati­en­ten­be­spre­chun­gen in einer guten, offe­nen Stim­mung zu füh­ren.

Das Erbe von Ita Weg­man

Anne-Chris­ti­ne Evi­son bestä­tigt, dass so man­ches Mal bei der Suche nach The­ra­piei­de­en Mut von­nö­ten ist. Sie ist sicher, dass aus der geis­ti­gen Welt Unter­stüt­zung mög­lich ist und hat dies schon in schwie­ri­gen Situa­tio­nen erlebt. Das Zulas­sen von sol­chem geis­ti­gen Zutun kennt Rahel Egli eben­falls, die sich ab und an von ihrer bereits ver­stor­be­nen Mut­ter Unter­stüt­zung erbit­tet. Ihre Mut­ter war es auch, die sie an die Anthro­po­so­phie geführt hat. Rahel Egli ist beein­druckt von der Leis­tung Ita Weg­mans, fin­det es gut zu wis­sen, dass sie die Kli­nik gegrün­det und was für einen beson­de­ren Ort sie hier geschaf­fen hat.
Vic­to­ria Halasz fehlt noch der star­ke Bezug zu Ita Weg­man, die wenig im Arbeits­all­tag inte­griert ist, obgleich für Tex­te von Rudolf Stei­ner durch­aus Zeit reser­viert ist. Für sie ist es eine schö­ne Vor­stel­lung, dass Ita Weg­man hier noch wei­ter­wirkt, sie wür­de sich gern mehr mit dem Leben die­ser Ärz­tin beschäf­ti­gen. Aber ver­eh­ren? „Die Jugend von heu­te ver­ehrt weni­ger. Was nicht heisst, dass wir nicht beein­druckt sind von ihren Leis­tun­gen. Es geht mehr dar­um: Was wol­len wir? Was ist unse­res?“, erläu­tert Vic­to­ria Halasz. Und Rahel Egli ergänzt, „Ihre selbst­lo­se Art fin­det man heu­te nicht mehr so. Wir for­mu­lie­ren mehr unse­re eige­nen Bedürf­nis­se.“

Noch immer ein klas­si­scher Frau­en­be­ruf

Die jun­gen Aus­zu­bil­den­den in der Pfle­ge spra­chen eben­falls über Fra­gen zum Rol­len­bild in der Kli­nik: Svet­la­na Gass­ler, Aus­bil­dung Pfle­ge HF im 2. Aus­bil­dungs­jahr, onko­lo­gi­sche Sta­ti­on; Kay­ra Fer­rei­ra Pai­xão, glei­che Aus­bil­dung und
2. Jahr, Sta­ti­on Psych­ia­trie; Sarah Gros­sen­ba­cher im 3. Jahr der Aus­bil­dung Fach­frau Gesund­heit, onko­lo­gi­sche Sta­ti­on; Alex­an­dra Guard, im 1. Jahr Aus­bil­dung Pfle­ge HF, Sta­ti­on Inne­re Medi­zin. Am Gespräch betei­ligt sich zudem Rebek­ka Lang, Aus­bil­dungs­ver­ant­wort­li­che Pfle­ge in der Kli­nik.
Im Gespräch wird rasch deut­lich, dass der Pfle­ge­be­ruf nach wie vor ein typi­scher Frau­en­be­ruf ist; männ­li­che Pfle­gen­de sind lei­der sel­ten, was alle sehr scha­de fin­den. So zum Bei­spiel Sarah Gros­sen­ba­cher, die mit den weni­gen männ­li­chen Pfle­gen­den auf der Sta­ti­on gern zusam­men­ar­bei­tet und gute Erfah­run­gen mit einem Berufs­bild­ner hat. Das bestä­tigt auch Kay­ra Fer­rei­ra: „Män­ner wer­den hier nicht bevor­zugt, das habe ich schon anders erlebt. Wir machen die glei­che Arbeit und wer­den gleich­be­rech­tigt behan­delt. Auch als Stu­den­tin erle­be ich kei­ne Benach­tei­li­gung.“ Sie hat­te als Kind die Idee, einen typi­schen Män­ner­be­ruf aus­zu­üben, woll­te Schmied wer­den, hat sich dann aber doch für den Pfle­ge­be­ruf ent­schie­den, der ihr durch die Tan­te vor­ge­lebt wur­de. Alex­an­dra Guard erzählt, dass sie sich an der Kli­nik von Anfang an gut auf­ge­ho­ben gefühlt hat. „Ich wer­de nicht anders behan­delt, weil ich eine Frau bin. An einem ande­ren Ort, mit einem Mann als Chef, war deut­lich, dass ich als Frau weni­ger wert bin.“

Leben­di­ge Geschich­te

Kay­ra Fer­rei­ra ist sich des­sen bewusst, dass die Kli­nik Arle­sheim durch eine Frau gegrün­det wur­de; nicht zuletzt wird ihr dies immer wie­der deut­lich durch die vie­len Bil­der Ita Weg­mans, die in der Kli­nik aus­ge­stellt sind. Alex­an­dra Guard meint, dass die Erin­ne­rung an das Wir­ken Ita Weg­mans noch leben­dig ist. „Vie­le Pati­en­ten hal­ten dar­an fest, dass die Kli­nik durch Ita Weg­man gegrün­det wur­de, sie haben selbst Bil­der von ihr“, ergänzt Sarah Gros­sen­ba­cher.
Viel­leicht prä­gen der Umgang mit der Kli­nik­ge­schich­te und die Kli­nik­grün­dung durch eine Frau auch das Erle­ben der Kli­nik heu­te. So beschreibt Kay­ra Fer­rei­ra: „Ich erle­be hier eine grös­se­re Leben­dig­keit als in ande­ren Kli­ni­ken, die Grund­stim­mung ist anders.“ Sie bezieht das sowohl auf die Zusam­men­ar­beit im Team als auch auf die Für­sor­ge für das Per­so­nal, wor­über sie schon ande­res gehört und was sie bereits anders erlebt hat. „Ich wer­de ernst genom­men, auch in mei­nen Bedürf­nis­sen.“

Eine Fra­ge des Ver­trau­ens

In der Zusam­men­ar­beit mit den Ärz­tin­nen und Ärz­ten erlebt Svet­la­na Gass­ler eine sehr gute Kom­mu­ni­ka­ti­on, was nicht selbst­ver­ständ­lich sei. Sie kennt durch­aus auch das ande­re Bild, wenn eine Ärz­tin oder ein Arzt ins Pati­en­ten­zim­mer eilt und nicht genü­gend Zeit auf­bringt, weder für den Kon­takt mit dem kran­ken Men­schen noch für den Aus­tausch mit den Pfle­gen­den. Es geht dabei um die Qua­li­tät, um Kom­mu­ni­ka­ti­on auf Augen­hö­he – egal, ob Mann oder Frau, ob Aus­zu­bil­den­de oder erfah­re­ne Mit­ar­bei­te­rin, ob jung oder alt. Kay­ra Fer­rei­ra bestä­tigt, dass die­se Augen­hö­he auch bei ihren Vor­ge­setz­ten erleb­bar ist. Sie erlebt die­se Art wert­schät­zen­de Kom­mu­ni­ka­ti­on als sehr frucht­bar. Ein zustim­men­des Nicken macht die Run­de bei die­ser Aus­sa­ge. Auch Rebek­ka Lang hat­te nie das Gefühl, dass es eine unter­schied­li­che Behand­lung von männ­li­chem und weib­li­chem Per­so­nal gibt. „Mei­ne Mei­nung ist gefragt. Man ist inter­es­siert dar­an zu hören, was ich den­ke, was ich mei­ne, was ich brau­che. Ich füh­le mich gehört und ernst genom­men.“ Für sie ist es nicht das The­ma Mann und Frau, son­dern eine Fra­ge des Ver­trau­ens. Sie berich­tet zum Bei­spiel, dass es völ­lig unpro­ble­ma­tisch ist, sich zu einem Kli­nik­lei­tungs­mit­glied zum Essen an den Tisch zu set­zen oder dass sie bei gemein­sa­men Work­shops auch mit Mit­glie­dern des Ver­wal­tungs­rats ins Gespräch kommt. Alex­an­dra Guard und Sarah Gros­sen­ba­cher erle­ben an der Kli­nik eine sehr wert­schät­zen­de Kul­tur, nicht nur zur Per­son, son­dern auch zu ihrer Arbeit, die ernst­ge­nom­men wird, wobei sie die­se Wert­schät­zung manch­mal deut­li­cher von den Kol­le­gen als den Kol­le­gin­nen erfah­ren.

Rol­len­bil­der

Es gibt natür­lich Wesens­zü­ge, die mehr männ­lich oder weib­lich sind“, berich­tet Rebek­ka Lang. Bei der Betreu­ung der Aus­zu­bil­den­den geht es viel­mehr um das Indi­vi­du­el­le, da spielt das Geschlecht aus ihrer Sicht kei­ne Rol­le. Für Män­ner gibt es manch­mal schwie­ri­ge­re Situa­tio­nen ins­be­son­de­re bei der Kör­per­pfle­ge, da in der Kli­nik über­wie­gend Pati­en­tin­nen lie­gen. Aber das sind dann spe­zi­el­le Situa­tio­nen, auf die jeweils indi­vi­du­ell reagiert wird. Aus ihrer eige­nen Aus­bil­dung weiss sie noch, dass die männ­li­chen Kol­le­gen bei den älte­ren Pati­en­tin­nen sehr beliebt waren. Wenn ein männ­li­cher Pfle­gen­der – oder auch der Prak­ti­kant – ins Pati­en­ten­zim­mer kom­me, kön­ne es pas­sie­ren, dass er gefragt wer­de, ob er der Arzt sei. „Das ist mir als Pfle­gen­de nie pas­siert.“ Von einer ähn­li­chen Situa­ti­on berich­tet Sarah Gros­sen­ba­cher, als sie mit dem Prak­ti­kan­ten zur Pati­en­tin kam: Er wur­de für den Arzt gehal­ten. Die alt­her­ge­brach­ten Rol­len­bil­der in der Wahr­neh­mung bei den Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten sind also schon noch da.

Von der Kran­ken­schwes­ter zur Pfle­ge­fach­frau

Sarah Gros­sen­ba­cher ist sicher, dass auch die neu­en Berufs­be­zeich­nun­gen ein Schritt in die not­wen­di­ge Gleich­be­rech­ti­gung sind: Statt der Kran­ken­schwes­ter und dem Kran­ken­pfle­ger gibt es nun die Pfle­ge­fach­frau respek­ti­ve den Pfle­ge­fach­mann. Das ist auch abso­lut zeit­ge­mäss, da die Bezeich­nung Kran­ken­schwes­ter noch aus dem alten Ordens­schwes­ter­we­sen stammt. Die jun­gen Frau­en bestä­ti­gen, dass nach ihnen nur sel­ten mit „Schwes­ter“ geru­fen wer­de. Das sind dann eher die älte­ren Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten, die den Namen der Pfle­gen­den ver­ges­sen haben. Und viel­leicht ist dies sogar sym­pa­thi­scher als ein „Hey Sie“, wie es Svet­la­na Gass­ler schon erlebt hat. Erklä­rungs­be­dürf­tig für die kran­ken Men­schen ist aber der Unter­schied zwi­schen FaGe und HF, also Fach­frau­en und -män­nern Gesund­heit und Pfle­ge­fach­frau­en und -män­nern, die die Höhe­re Fach­schu­le absol­viert haben. Die­se ver­schie­de­nen Qua­li­fi­ka­ti­ons­stu­fen wer­den viel nach­ge­fragt. Doch unab­hän­gig ob FaGe oder Pfle­gen­de HF, ob Assis­tenz­ärz­tin oder Chef­arzt – Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten bestä­ti­gen oft, dass für sie erleb­bar ist, wie auf den Sta­tio­nen im Team gear­bei­tet wird. Die­ses gemein­schaft­li­che Wir­ken wird sowohl inner­halb der Pfle­ge deut­lich als auch inter­pro­fes­sio­nell, also mit Pfle­gen­den, Ärz­tin­nen und Ärz­ten sowie The­ra­peu­tin­nen und The­ra­peu­ten. Die­se Ein­schät­zung dürf­te Ita Weg­man freu­en, für die die Gemein­schaft im Fokus stand.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.