Der direkte Zugang ist einfach gut“

Pie­ter Wil­der­vanck, Lei­ten­der Arzt des Walk-in der Kli­nik Arle­sheim, ver­mit­telt den Kon­takt zu einer anonym blei­ben­den Pati­en­tin, die für die „Quin­te“ gern über ihre jüngs­ten Not­fall-Erfah­run­gen in der Kli­nik Arle­sheim erzählt.

Sie war sehr dank­bar für mei­ne Auf­klä­rung und Erläu­te­run­gen“, berich­tet mir Pie­ter Wil­der­vanck von einer Pati­en­tin, die kürz­lich durch ihn im Walk-in behan­delt wur­de, und ergänzt, dass sie gern bereit sei, mit mir dar­über zu spre­chen.
Ich ver­ab­re­de mich also mit der Pati­en­tin, nen­nen wir sie Frau Mül­ler*, und bin sehr gespannt, was sie über den vor kur­zem eröff­ne­ten Walk-in zu berich­ten weiss. Sie begrüsst mich mit einem strah­len­den Lächeln und bestä­tigt, dass ich zum rich­ti­gen Zeit­punkt kom­me, ihr gin­ge es jetzt wie­der sehr gut.

Es funk­tio­niert

Frau Mül­ler erzählt mir aus­führ­lich von ihren Erleb­nis­sen. Dabei erwähnt sie mit kei­nem Wort ihre Erkran­kung, und ich fra­ge auch nicht nach der Dia­gno­se. Viel­mehr bin ich dar­an inter­es­siert zu hören, wie sie ihren Not­fall­auf­ent­halt in der Kli­nik erlebt hat. „Ich habe es als sehr ange­nehm emp­fun­den, dass ich direkt vom Gar­ten aus zum Not­fall konn­te, es ist ein ein­fa­cher Zugang“, berich­tet Frau Mül­ler. „Das gros­se Fens­ter direkt zum Gar­ten macht den Raum sehr hell, und die ange­neh­me Atmo­sphä­re trägt viel dazu bei, dass man sich mit sei­nen Sor­gen nicht allein­ge­las­sen fühlt.“
Die Auf­nah­me durch das Sekre­ta­ri­at hat sie als sehr freund­lich und kom­pe­tent emp­fun­den. „Es ging alles unglaub­lich schnell“, meint sie begeis­tert. „Schon hier hat­te ich den Ein­druck: Es funk­tio­niert.“

Sich im Not­fall auf schnel­le Hil­fe ver­las­sen kön­nen

Einen Not­fall plant man nicht. Man geht auf den Not­fall, weil man aku­te Beschwer­den hat und Hil­fe benö­tigt. Bei Frau Mül­ler rie­fen sol­che Beschwer­den eines Nachts Ängs­te her­vor. „Wenn da etwas ist, was man nicht kennt, ist es als bedroh­lich erleb­bar“, beschreibt sie ihre Gefüh­le.
Da sie schon zwei Tage vor­her Beschwer­den hat­te und die­se dann nachts deut­lich zunah­men, war ihr klar, dass sie sich gleich mor­gens auf dem Not­fall mel­den wür­de. Sie hat­te für den Nach­mit­tag eigent­lich einen Tele­fon­ter­min bei ihrem Haus­arzt. Sie habe dann dort in der Pra­xis ange­ru­fen. Nach­dem sie ihre Sym­pto­me geschil­dert hat­te, wur­de ihr durch die Haus­arzt­pra­xis emp­foh­len, sich gleich auf dem Not­fall zu mel­den.
Frau Mül­ler hat zunächst dort ange­ru­fen, um sicher­zu­ge­hen, dass sie an den rich­ti­gen Ort geht. Sie kam bis­her immer nur als Beglei­tung in Kon­takt mit dem Not­fall der Kli­nik und erin­ner­te sich an den eher kom­pli­zier­ten Weg auf die Sta­ti­on. Umso mehr freu­te sie sich nun, dass alles so ein­fach ablief.

Das Not­wen­di­ge tun und Sicher­heit ver­mit­teln

Die Pra­xis­as­sis­ten­tin im Walk-in nahm die per­sön­li­chen Daten von Frau Mül­ler auf und prüf­te die Vital­zei­chen, also Blut­druck, Tem­pe­ra­tur und Sauer­stoff­sät­ti­gung. Anschlies­send hol­te der Ober­arzt des Walk-in, Pie­ter Wil­der­vanck, Frau Mül­ler in sein Sprech­zim­mer. „Ich habe mich sehr gut auf­ge­ho­ben gefühlt und ganz schnell das Ver­trau­en gespürt, dass ich bei ihm rich­tig bin“, erin­nert sich Frau Mül­ler. Es war für sie erleb­bar, dass der Arzt alles abklär­te, was not­wen­dig war. „Wenn ein Organ betrof­fen ist, dann hängt dies ja mit ande­ren zusam­men. Der Arzt hat alles Zusam­men­hän­gen­de unter­sucht, also auch die Orga­ne getes­tet, die mit dem zusam­men­hin­gen, wes­halb ich den Not­fall auf­ge­sucht hat­te. Das hat mir Sicher­heit gege­ben.“ Und sie ergänzt: „Für mich war wich­tig zu erfah­ren, dass die Sym­pto­me bei mei­nen aktu­el­len Beschwer­den, die ich so noch gar nicht gekannt habe, ‘nor­mal’ sind. Ich bin kein ängst­li­cher Mensch, aber sei­ne Aus­füh­run­gen haben mich beru­higt.“

Auf­klä­ren und Ori­en­tie­rung geben

Der Arzt habe aus­führ­lich mit Frau Mül­ler bespro­chen, wel­che Sym­pto­me zur Erkran­kung gehö­ren. Sie ist über­zeugt, dass ein Schul­me­di­zi­ner ganz klar sofort ein Anti­bio­ti­kum gege­ben hät­te. In ihrem Fall emp­fahl Pie­ter Wil­der­vanck auf­grund der Unter­su­chun­gen ein ande­res Vor­ge­hen. Beson­ders ange­tan ist Frau Mül­ler davon, dass er am Nach­mit­tag bei ihr anrief und bestä­tig­te, dass die Vor­ge­hens­wei­se ohne Anti­bio­ti­kum rich­tig war. „Bei den Bak­te­ri­en, die die Ursa­che für mei­ne Beschwer­den waren, gibt es eine so hohe Resis­tenz, dass ein Anti­bio­ti­kum nicht sinn­voll gewe­sen wäre.“
Frau Mül­ler ergänzt, bei der Kon­sul­ta­ti­on am Vor­mit­tag habe ihr der Arzt die Per­spek­ti­ve auf­ge­zeigt und erklärt, wie der wei­te­re Ver­lauf der Erkran­kung zu erwar­ten sei. Dadurch fühl­te sie sich gut ori­en­tiert. Eine wei­te­re Beru­hi­gung war auch, dass der Arzt ihr zum Abschied mit auf den Weg gab: „Wenn etwas ist, was Sie beun­ru­higt, mel­den Sie sich gleich.“ Das war in ihrem Fall zwar nicht not­wen­dig, aber es war für sie gut zu wis­sen, dass sie sich hät­te mel­den kön­nen. Sie ist ganz sicher, dass sie dann eine Ant­wort bekom­men hät­te.

Gute Erfah­run­gen

Inner­halb einer Stun­de war Frau Mül­ler bereits wie­der daheim, inklu­si­ve dem Besuch in der Apo­the­ke, um die ver­ord­ne­ten Medi­ka­men­te zu holen. Sie bewer­tet das zügi­ge Vor­ge­hen posi­tiv und betont, dass sie sich nicht „abge­fer­tigt“, son­dern gut umsorgt gefühlt habe. Zur Schnel­lig­keit bei­getra­gen habe sicher auch, dass sie gleich früh­mor­gens auf den Not­fall ging und in dem Moment kein ande­rer Pati­ent dort war. „Ich habe mich sehr gefreut, dass es so abge­lau­fen ist. Auch will ich mei­ne erfreu­li­chen Erfah­run­gen gern mit ande­ren Men­schen tei­len.“
Frau Mül­ler schil­dert mir zudem ihre Erin­ne­rung an frü­he­re Not­fall­be­su­che: „Ich hat­te schon mehr­fach jeman­den auf die Not­fall­sta­ti­on beglei­tet. Die per­sön­li­che Betreu­ung war dort auch gut, aber allein der lan­ge dunk­le Flur – da fühl­te ich mich doch eher ver­lo­ren. Es hat auch immer deut­lich län­ger gedau­ert, was ver­ständ­lich ist bei einem gan­zen Sta­ti­ons­be­trieb.“
Zum Abschied betont Frau Mül­ler noch ein­mal: „Der direk­te Zugang ist ein­fach gut, ich weiss sofort, an wen ich mich wen­den muss.“

*Name der Pati­en­tin geän­dert

 

Aus einer aktu­el­len Rück­mel­dung: „Das unkom­pli­zier­te Ein­tre­ten im Not­fall — ohne War­te­zeit — erleb­te ich sehr ange­nehm in der Stress-Situa­ti­on, die ein Not­fall bedeu­tet.“

Unfass­bar, wie höf­lich alle Begeg­nun­gen waren! Ganz lie­ben Dank! Man spürt hier nicht eine beklem­men­de Spi­talat­mo­sphä­re, son­dern vom ers­ten Moment fühlt man sich wohl und gebor­gen und kann sich ent­span­nen. Ich hat­te einen sehr guten Ein­druck und wüss­te nicht, was man noch bes­ser machen könn­te!“

 

verena-jaeschke

Fach­per­son

Vere­na Jäsch­ke

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