Zukunft mit Komplementärmedizin

Liebe Leserin, lieber Leser

Dank des enormen Fortschritts in der Medizin gelingt es zunehmend, den Menschen bis ins Detail zu analysieren. Die moderne Medizin spezialisiert sich immer mehr in abgegrenzte Fachgebiete.
Auch die beiden Arlesheimer Kliniken konzentrieren sich auf ausgewählte Bereiche der Medizin. Die Lukas Klinik hat sich schon seit ihrer Gründung auf die Behandlung von Tumorerkrankungen spezialisiert. Die Ita Wegman Klinik ist in verschiedenen medizinischen Disziplinen erfolgreich.

Die eigentliche Spezialität beider Kliniken ist aber die Anthroposophische Medizin. Diese Medizin macht es sich zur Aufgabe, den ganzen Menschen anzuschauen, bei allen Details auch das Ganze wahrzunehmen. Das erleben die Patientinnen und Patienten als besondere Qualität in der Behandlung. Sie fühlen sich ernst genommen: jede und jeder von ihnen als ein Mensch in einer ganz individuellen Situation, mit einer spezifischen Biographie, einem bestimmten Umfeld. Immer geht es um die Entwicklung des Einzelnen. Heilen ist eben mehr als Krankheits­symp­tome zu beseitigen.

Mit dem klaren Abstimmungsergebnis von 67 % Ja-Stimmen für die „Zukunft mit Komplementärmedizin“ kam am 17. Mai 2009 ein deutliches Signal aus der Schweiz. In vielen anderen europäischen Ländern ist die Zukunft der Anthroposophischen Medizin, insbesondere die Zulassung anthroposophischer Heilmittel zunehmend bedroht.

Soll diese Medizin auch künftig allen Menschen zugänglich bleiben, müssen wir uns aktiv dafür einsetzen. Eine erste Möglichkeit bietet sich Ihnen mit der Teilnahme an der Aktion ELIANT (die Europäische Allianz von Initiativen Angewandter Anthroposophie). Diese Allianz setzt sich in Europa für rechtliche Rahmenbedingungen ein, um den Menschen nicht nur die Wahlfreiheit, sondern auch die Wahlmöglichkeit bei Entscheidungen zu ermöglichen, welche Lebensqualität und kulturelle Vielfalt betreffen.
Mit Ihrer Unterschrift auf www.eliant.eu geben Sie Ihre Stimme auch für den Erhalt der Anthroposophischen Medizin. Ziel der Initiative ist es, mit 1 Million Unterschriften genügend Stimmkraft zu haben, um in Brüssel Gehör zu finden.
Doch auch in der Schweiz haben wir noch viel Arbeit vor uns, wenn dank des neuen Verfassungsartikels entsprechende Gesetze und Verordnungen entstehen ­sollen, die der Anthroposophischen Medizin eine Zukunft ­ermöglichen – für uns und unsere Kinder.

Autoren10

 

Für das Redaktionsteam
Verena Jäschke

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