Schulreife: Ein Praxisbeispiel

Ein Mäd­chen, das im April sechs Jah­re alt wur­de, war für den Schul­ein­tritt im Sep­tem­ber vor­ge­se­hen. Sei­ne Ent­wicklung war alters­ent­spre­chend, jedoch hat­te es aus gesund­heit­li­chen Grün­den wie­der­holt wäh­rend der Kin­der­gar­ten­zeit zuhau­se blei­ben müs­sen, zuneh­mend in den Mona­ten vor sei­nem sechs­ten Geburts­tag. Das Pro­blem waren Infek­tio­nen der obe­ren Luft­we­ge, ins­be­son­de­re obstruk­ti­ve (ver­en­gen­de) Bron­chi­ti­den. Obwohl ein kräf­ti­ges Mäd­chen, hat­te man den Ein­druck, dass es ihm im wah­ren Sin­ne des Wor­tes „eng um die Brust“ wur­de, auch mit abneh­men­dem Selbst­ver­trau­en.

Mit Bezug auf den Schul­ein­tritt wur­de den Eltern ein wei­teres Jahr im Kin­der­gar­ten zur Kon­so­li­die­rung der Ge­sundheit ihrer Toch­ter vor­ge­schla­gen. Nach eini­gen Gesprä­chen mit den Eltern, die sel­ber der Sache unter­schiedlich gegen­über­stan­den, wur­de gemein­sam be­­schlos­sen, dem Mäd­chen ein wei­te­res Jahr im Kinder­garten zu gön­nen. Die­se zusätz­li­che Zeit gab ihm die Mög­lich­keit, sei­ne Kräf­te, inklu­si­ve der Gesund­heit, zu fes­ti­gen. Es war ein­drucks­voll, wie gesund und selbst­be­wusst es die Schu­le im dar­auf­fol­gen­den Sep­tem­ber begin­nen konn­te.

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