Neues in der Musiktherapie ausprobieren

Für eini­ge Wochen wird in der Musik­the­ra­pie der Ita Weg­man Kli­nik ein ganz beson­de­res Instru­ment aus­pro­biert: ein TAO-Klang­bett von Robert Bene­dek. Robert Bene­dek, ein Instru­men­ten­bau­er aus Öster­reich, hat die­ses Instru­ment ent­wi­ckelt und stell­te der Kli­nik eines zur Ver­fü­gung.

Das TAO–Klangbett ist ein gros­ser Reso­nanz­kas­ten aus Eschen­holz, auf hohen Bei­nen ste­hend, mit 48 + 4 quer gespann­ten Sai­ten auf der Unter­sei­te, die hohen Töne mehr zum Kopf, die tie­fen zu den Füs­sen hin. Das Beson­de­re an die­sem Klang­bett sind die Stim­mung in den TAO-Tönen h – a – e – d, drei­chö­rig und über vier Okta­ven, sowie die quer zum Bett ver­lau­fen­den Sai­ten.

Die klang­li­che Idee ist von der gros­sen TAO-Lei­er über­nom­men, wel­che von der Musik­the­ra­peu­tin Vic­to­ria Ryan und dem Instru­men­ten­bau­er Andre­as Leh­mann gemein­sam ent­wi­ckelt wur­de, ursprüng­lich inspi­riert durch die Anga­ben und Hin­wei­se Rudolf Stei­ners.

Inzwi­schen konn­ten in der Ita Weg­man Kli­nik mit dem Klang­bett schon eini­ge Erfah­run­gen gesam­melt wer­den, sowohl Pati­en­ten als auch Mit­ar­bei­ten­de aus allen Berei­chen haben das Klang­bett aus­pro­biert. Die Erleb­nis­se sind viel­fäl­tig und durch­wegs sehr posi­tiv. Bemer­kens­wert scheint bei die­sem Instru­ment, dass auf die meist sehr bald ein­tre­ten­de tie­fe Ent­span­nung im kör­per­li­chen und see­li­schen Bereich kein Ein­schla­fen folgt, son­dern dass der bespiel­te Mensch wach bleibt, sich selbst ganz in den Klang­strö­men erlebt und somit „Herr im Hau­se“ bleibt. Pati­en­ten mit post­trau­ma­ti­scher Belas­tungs­stö­rung, Blut­hoch­druck, Lun­gen­krank­hei­ten sowie Krebs schil­der­ten ihr Erle­ben mit Begrif­fen wie Wei­tung, Lösen, Durch­wär­mung, Ruhe, Ganz­wer­den, inne­re Bele­bung.

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