In der Wärme sind wir Mensch

Das Beachten und Miteinbeziehen der Körperwärme ist ein wichtiges thera­peutisches Anliegen in der anthroposophisch-integrativen Krebs­therapie. So wie alle organischen und psychischen Prozesse im Menschen entwickeln sich auch unsere körpereigenen Abwehrkräfte im Zusammenspiel mit der Aussenwelt. Die Wärmeentwicklung entfaltet sich dabei so, dass immer eine Antwortbereitschaft zur Verfügung steht, ­die im Therapeutischen sowohl gesundheits­fördernd als auch krankheitsgestaltend ist.

Es ist bekannt, dass besonders im Kindes- und Jugend­alter das Entstehen von Fieber bei Infekten gegen chronische Krankheiten und Krebs im späteren Leben schützt. Eine ver-nünftige Handhabung von Infektkrankheiten und Fieber ist folglich von grosser Wichtigkeit für eine gesunde Erziehung und Entwicklung der Immunität. Erfreulicherweise wird heutzutage immer mehr empfohlen, auf medikamentöse Fiebersenkung und die Behandlung mit Antibiotika zu verzichten.

Fieber und Wärmeerzeugung stärken das Immunsystem

Dass Fieber schützt, ist schon lange bekannt; dass mit ­Wärmepflege und Fiebererzeugung auch therapeutisch be­handelt werden kann, vielleicht weniger. Diesbezüglich stehen uns die Fiebererzeugung durch Misteltherapie, die Ganzkörper-Hyperthermie und die lokale Tiefenhyperthermie zur Verfügung. Auch die subtileren Ansätze, die die Wärmequalität unterstützen – wie Einreibung, Massage, Eurythmie und Kunsttherapien, bilden sehr wichtige Bei­träge zur Erziehung neuer Kapazitäten des Abwehrsystems bis ins Körperliche hinein.

Fieber ist eine Erhöhung der Normaltemperatur und eine altbewährte Reaktion des Körpers auf Verletzung und Infektion. Fieber ist damit ein Symptom der gesteigerten Körper­aktivität, fördert die Abwehr und verstärkt die biologische Eigenwahrnehmung und Autonomie. Ein Ausdruck davon ist die Verstärkung der immunologischen Vorgänge, die bei der Krebskrankheit besonders wichtig sind. Ärzte haben oft wahrgenommen, dass eine Rückbildung eines Karzinoms nach einer hochfieberhaften Infektionskrankheit auftrat. Dieses Prinzip wird auch als Therapie angewandt – ein historisches Beispiel ist die Pionierarbeit des amerikanischen Arztes Dr. med. William Coley (1862 – 1936).

Durch aufmerksame Wärmepflege des Körpers wird die Gesundheit gestärkt. Fieber kann bei Misteltherapie auftreten, vor allem am Anfang der Therapie. Später tritt dann oft eine Verbesserung der Wärmeverteilung im Körper und des täglichen Wärmerhythmus auf. Zusätzlich kann eine erhöhte Körpertemperatur eine immunmodulierende Misteltherapie unterstützen sowie Krebszellen für Chemotherapie und Strahlung (Radiotherapie) sensibilisieren. Daher kann der Einsatz einer Wärmetherapie in Form von Fieber oder Hyper­thermie während solcher Behandlungen ebenfalls hilfreich sein.

Herkömmliche Krebstherapien

In der konventionellen Onkologie liegt der Fokus auf der Tumorerkrankung. Krebs ist eine weitverbreitete Erkrankung, die verschiedene Ursachen hat und historisch aggressiv behandelt wird: typischerweise mit Chirurgie, Chemotherapie und Bestrahlung. Zusätzlich gibt es in der modernen Krebstherapie antihormonelle Therapien und direkt auf den Tumor abzielende Behandlungen zum Beispiel mit Antikörpern.
Trotz des bedeutenden Fortschritts in der Behandlung mancher Krebsarten und der Tatsache, dass mehr Menschen mit Krebs leben, nimmt die Erkrankungsrate (Inzidenz) jedoch weiterhin zu, und eine fortgeschrittene und metastasierte Krebserkrankung bleibt meist nicht heilbar. Auch haben die heutigen Behandlungen oft erhebliche Nebenwirkungen, sowohl kurz- als auch langfristige, und immer wieder ent­wickelt sich eine Therapieresistenz.

Immunität und Krebs

Die moderne Immuntherapie bietet eine teilweise Antwort auf die Probleme einer erfolgreichen Krebsbehandlung. Bemerkenswerte Fortschritte sind in der Behandlung von Brustkrebs (zum Beispiel mit Herceptin), Nierenkrebs, Melanomen und einigen Blutkrebsen gemacht worden. Dennoch stellen auch hier Behandlungswiderstände und -resistenz ein Problem dar.

Ein grosses Problem ist zudem die Tatsache, dass Krebs die Fähigkeit entwickelt, der Aufmerksamkeit und Beseitigung durch unser Immunsystem zu entkommen. Diese Tarnkappe zu beheben, ist ein Ziel einer Immuntherapie. Obwohl die Mobilisierung der eigenen Immunität Sinn macht und rational ist, erweist es sich in der Praxis als schwierig, dies zu erreichen.

Damit das Immunsystem ein aktiver Teilnehmer bei der Ab­wehr und Kontrolle des Krebses wird, bedarf es einer breiten und kräftigen Aktivierung des Immunsystems – aber auch eines Teil-Absterbens von Krebszellen, das ein Erwachen des Immunsystems hervorruft. Radiotherapie und einige­ Arten von Chemotherapie erreichen diesen sogenannten „immunogenen Zelltod“.

Wenn beide Ziele erreicht werden können, kann eine tumorspezifische Immunität hervorgerufen werden. Eine Mistel­therapie trägt dazu bei. Abhängig von der Dosis, der Anwen-dungsart und der Intensität der Aktivierung kann dieses Ziel in längerer oder kürzerer Zeit erreicht werden. Eine begleitende Wärmebehandlung mit Fiebererzeugung kann die Aktivierung des Immunsystems ebenfalls unterstützen.

Das Streben nach Salutogenese

Noch eher selten vorhanden ist heute eine ganzheitlichere, „salutogenetische“ Vorgehensweise, bei der der Schwerpunkt auf der Unterstützung der menschlichen Gesundheit und nicht auf den krankheitsverursachenden Faktoren liegt und bei der die Patientinnen und Patienten selber aktiv werden.

Diese suchen folglich oft ihren eigenen Weg inmitten einer Fülle von Möglichkeiten wie Ernährung und Diät, Homöo­pathie und pflanzlichen Medikamenten, Vitaminen und Spurenelementen, Geist-Körper-Ansätzen (body-mind) und anderen spirituellen Aktivitäten.

Inzwischen ist deutlich geworden, dass einfache körper­liche Fitness, Verlieren überschüssigen Gewichts und verbesserte Ernährung einen deutlichen Effekt auf die Prävention und das Überleben von Krebserkrankungen haben. Für einige der häufigen Krebstypen kann dieser Effekt den der Krebs­behandlung sogar übersteigen!

Vor diesem salutogenetischen Hintergrund, den sie mit ein­bezieht, bietet die Anthroposophische Medizin ein patien­tenzentriertes und praktisches Modell, die weitreichenden Bedürfnisse der Krebspatienten anzugehen. Der erste Schritt dabei ist der Beginn mit Immuntherapie durch Mistel­­extrakte.

Vielseitige Misteltherapie

Misteltherapie hat eine vielseitige Wirkung auf die Wärme und den Wärmehaushalt des Organismus. Eine Misteltherapie zielt auf eine Stärkung der Immunkompetenz – und resultiert in einer verbesserten Lebensqualität bei Krebs­patientinnen und -patienten. Einige Studien zeigen auch eine verbesserte Überlebensrate. Zusätzlich haben Mistelextrakte krebstötende Eigenschaften. Diese Effekte können durch verschiedene Anwendungsweisen und höhere Dosierungen als üblich verstärkt werden.

Die Mistel wird in der Behandlung aller Krebsarten angewandt. Der Grund dafür ist, dass sie sich sowohl auf die Immunität des individuellen Krebserkrankten bezieht als auch einen Effekt auf den Krebs selber hat. Die Immunität ist von Anfang an mitbeteiligt am Entstehen und Verhalten der Krebserkrankung und zwar in unterschiedlichem Grad, so-wohl was den zeitlichen Rahmen als auch was die verschiedenen Krebstypen betrifft. Darum scheint es sinnvoll und in allen Situationen von Vorteil, die Beziehung zwischen dem Krebs und der Immunität des Patienten in die Behandlung miteinzubeziehen.

Die meist gebrauchten Mistelpräparate sind Iscador®, Helixor®,­ Abnobaviscum® und Iscucin®. Sie sind unterschiedlich ange­fertigt, haben sehr verschiedene Inhaltsstoffprofile, unterschiedliche Indikationen und werden in verschiedenen Si­tuationen verwendet. Auch steht eine grosse Auswahl von verschiedenen Wirtsbaum-
Prä­paraten zur Verfügung (zum Beispiel Apfel, Kiefer, Tanne, Esche, Eiche, Weide, Weiss­dorn), die für verschiedene Krebsarten verwendet werden. Diese Auswahl ermöglicht eine Flexibilität, auf individuelle Bedürfnisse einzugehen. Alle Präparate sind für die subkutane Injektion unter die Haut geeignet.

Gute Wirksamkeit und Sicherheit

Die Misteltherapie ist eine der am ausführlichsten untersuchten komplementären Krebstherapien. Studien haben durchweg sowohl die Sicherheit der Behandlung als auch eine Verbesserung der Lebensqualität gezeigt. Der Nutzen ist besonders deutlich bei gleichzeitiger Gabe von Mistel bei Chemo- und Radiotherapie: Patientinnen und Patienten scheinen diese Behandlungen besser zu vertragen, haben weniger Nebenwirkungen und erholen sich besser.

Auch die Widerstandsfähigkeit und die Fähigkeit, mit Stress umzugehen („Selbstregulation“), nehmen mit der Zeit für Menschen unter Mistelbehandlung zu. Einige Studien legen eine erhöhte Lebenserwartung nahe, aber der Nachweis hierfür bedarf weiterer Bestätigung. In jüngerer Zeit wurde jedenfalls eine bedeutend höhere Überlebenszeit mit Iscador®-Therapie im Vergleich zu gegenwärtig empfohlener Chemotherapie gefunden, zum Beispiel bei Bauchspeicheldrüsenkrebs. Weitere Studien sind in den USA, Grossbritannien und anderen europäischen Ländern in Vorbereitung.

Für Mistelextrakte sind allgemein geringe und nicht lebensbedrohliche Nebenwirkungen beschrieben. Die meisten Wir­kungen der Misteltherapie, zum Beispiel die vorüber­gehen­de Entzündung an der Injektionsstelle, grippeähnliche Symptome und erhöhte Temperatur bis hin zu Fieber sind erwünscht. Die unerwünschten Nebenwirkungen sind vor allem Hypersensitivitätsreaktionen, das heisst allergieartige Reaktionen wie Hautausschläge, Juckreiz oder Nesselfieber. Schwellung der Lippen und Zunge, Blutdrucksenkung und Atemnot sind eher selten und treten normalerweise nur bei plötzlichen Dosiserhöhungen und Infusionen auf.

Misteltherapie hat eine ausgezeichnete Sicherheitsbilanz und kann ohne Schaden gleichzeitig mit Chemotherapie, Bestrahlung, Hormontherapie und den meisten anderen „gezielten“ Therapien eingesetzt werden. Unerwünschte Wechselwirkungen mit diesen sind nicht bekannt. Mit Misteltherapie werden diese Behandlungen wie gesagt sogar oft besser toleriert, und die Erholung ist schneller. Manchmal braucht es eine Anpassung und Intensivierung der Misteltherapie, um diesen Effekt zu erzielen.

Einfache und am besten frühzeitige Anwendung

Misteltherapie kann jederzeit begonnen werden, vor, während oder nach Beendigung der konventionellen Krebsbehandlung. Der Beginn der Misteltherapie vor einer Operation oder anderen Krebstherapien hat jedoch Vorteile, denn damit beginnen die Unterstützung der Immunität und die Minderung einiger der schädlichen Nebenwirkungen der Krebs­behandlungen schon frühzeitig. Deshalb wird oft empfohlen, so bald wie praktisch möglich anzufangen.

Die traditionelle Misteltherapie wird subkutan verabreicht, mittels einfacher Hautspritze, zwei- bis dreimal in der Woche. Man beginnt normalerweise mit niedrigen Misteldosen, welche langsam über die Zeit erhöht werden, um starke Reaktionen zu vermeiden. Dies ist einfach und auch durch Patientinnen und Patienten selber durchzuführen. Traditionelle Misteltherapie wird häufig in Allgemeinpraxen verschrieben und bietet sich für die meisten Patienten in einer ambulanten Situation an.

Optimierung der Misteltherapie durch Fieber

Über die traditionelle Behandlungsweise hinaus ist, wie einleitend bereits angesprochen, eine verstärkte Wirkung der Mistelwirkung durch Fiebererzeugung möglich, besonders am Anfang der Therapie. Obwohl die Vorteile einer Fieber­induktion gross sein können, ist sie aufwendig und belastend – und deshalb nicht für jeden und jede Situation geeignet. Zudem wird die Fiebererzeugung während einer Chemotherapie am besten vermieden.

In den ersten Behandlungsmonaten kann mit höheren Mistel-Dosierungen Fieber ausgelöst werden. Die Symp­tome bei Fiebererzeugung sind vorübergehende grippeähnliche Symp­tome mit Müdigkeit, Schüttelfrost, erhöhter Körpertemperatur, Gliederschmerzen, gelegentlich Kopfschmerzen, Übelkeit und schmerzhafter Entzündung an der Einstichstelle. Diese intensiven Reaktionen nehmen mit der Zeit ab – nach zwei oder drei Fieberreaktionen treten entweder gar keine Reaktionen oder nur noch sehr milde auf. Die Entzündung an den Injek­tionsstellen nimmt ebenfalls an Intensität ab und stört Verrichtungen im Alltag nicht. Bei Fortsetzen der subkutanen Hautinjektionen bleibt das Mistelpräparat dann weiter­hin wirksam, aber ohne Fieber hervorzurufen. Dieser Ansatz kann unterstützt werden durch Infusionen und in bestimmten Situationen durch weitere, zum Beispiel intra­tumorale Anwendungen.

Ganzkörper-Hyperthermie

An manchen Universitätskliniken in den USA, Deutschland und Holland – aber auch in vielen Zentren für Komplementär­medizin steht Ganzkörper-Hyperthermie zur Verfügung. In der Ita Wegman Klinik wird zurzeit mit einem Heckel-HT3000®-Gerät gearbeitet, das wassergefilterte Infrarot-A-Strahlung benützt. Diese Behandlungsart hat sich bewährt und ist für den Patienten gut verträglich.

Die „künstliche“ Überwärmung des ganzen Körpers hat eine vergleichbar stärkende Wirkung auf die Immunität wie das „eigene“ Fieber. Dazu sensibilisiert die erhöhte Körpertemperatur Krebszellen, die dann anfälliger sind für andere Therapien. Ganzkörper-Hyperthermie wird deshalb am besten mit Therapien wie Chemotherapie, Bestrahlung, Misteltherapie und gelegentlich Vitamin C kombiniert.

Bei der Ganzkörper-Hyperthermie wird die Körpertemperatur kontrolliert erhöht und über einige Stunden gehalten. In der Krebstherapie wird eine Temperatur von 38.5 bis 40 Grad Celsius angestrebt. Diese wird als „fieberähnlich“ oder „mo­­derat“ bezeichnet. Bei geschwächten Patientinnen und Patien­ten oder auch bei anderen Krankheitsbildern wie zum Beispiel Fibromyalgie (Weichteilrheuma) kann schon ein Einsatz mit niedrigeren Temperaturen im Bereich von 37.5 bis 38.5 Grad Celsius wirksam sein. So könnte auch eine fortgeschrit­tene Erkrankungssituation auf eine mit Hyperthermie kombinierte Therapie noch gut ansprechen. Die Ganzkörper-Hyperthermie-Behandlung wird wiederholt durchgeführt, im allgemeinen finden 4 – 6 Behandlungen über 2– 3 Monate statt.

Lokale Tiefenhyperthermie

Die lokale Tiefenhyperthermie mit elektromagnetischen Wellen wird schon seit Jahrzehnten intensiv erforscht und weiterentwickelt. Seit Februar 2013 steht diese Technik in Form eines Celsius 42+ Geräts auch in der Ita Wegman Klinik zur Verfügung.

Wo mit Ganzkörper-Hyperthermie die Wärme von aussen angeboten wird, wird mit einer lokalen Tiefenhyperthermie-Behandlung Wärme innerhalb des von Krebs befallenen Organs erzeugt. Dabei werden elektromagnetische Wellen mit einer Frequenz von 13 Megahertz verwendet.

Im Gewebe selber erzeugt diese Methode Temperaturen zwischen 41 und 43 Grad Celsius. Krebszellen, die dieser Frequenz ausgesetzt werden, geraten in Schwingungen, die zur Überwärmung und nach einiger Zeit zum Zelltod der Krebs­zellen führen. Der wesentliche Unterschied zwischen Tumorzellen und normalen Zellen sind ihre Stoffwechsel- und damit zusammenhängenden elektrischen Eigenschaften. Gesunde Zellen nehmen weniger elektromagnetische Energie auf, erwärmen sich folglich nur gering und werden daher auch nicht geschädigt. Gleichzeitig erreicht lokale Tiefenhyperthermie auch vielfältige günstige Wirkungen auf das Immunsystem.

Die lokale Tiefenhyperthermie kann als einzelne Behandlungsform oder in Kombination mit Strahlen- und/oder Chemo­therapie durchgeführt werden. Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel eine Stunde. Nur in seltenen Ausnahmen wie zum Beispiel bei Hirntumoren beginnt man mit kürzeren Behandlungszeiten. Normalerweise werden 10 bis 15 Be­­handlungen durchgeführt, aber auch längere Behandlungen mit mehreren Zyklen zu 15 Behandlungen können sinnvoll sein.

Die lokale Tiefenhyperthermie ist eine schonende und nebenwirkungsarme Therapieform. Leichte Hautrötungen, Schwitzen, Wärmegefühl und eine leichte Erhöhung der Gesamtkörpertemperatur sind normale Reaktionen unter und nach der Therapie. Es kann zu vorübergehenden lokalen Schmerzen kommen, die aber innerhalb von wenigen Tagen wieder verschwinden.

Zusammenfassung

Die gesteigerte Wärme ist die Brücke, über die eine verbesserte Immunität gelernt und Immunkompetenz erreicht werden kann. Menschen, die in ihrer Kindheit und auch später im Leben viel gefiebert haben, haben oft bessere Immun­system-Voraussetzungen – und ein statistisch geringeres Risiko für Krebskrankheiten. Die gezielte Anwendung von genereller oder lokaler Wärme kann viele andere Therapiemassnahmen vorbereiten und verstärken. Im Zusammenhang damit bildet Misteltherapie in einer Krebstherapie ein wichtiges Erziehungsmittel des Immunsystems.

Weitere Informationen
1. www.mistel-therapie.de
2. Kienle GS, Kiene H. Die Mistel in der Onkologie – Fakten und konzeptionelle Grundlagen. Schattauer Verlag, Stuttgart, New York 2003.
3. Hobohm, H-U. Heilende Hitze: Ein Essay zur Immunabwehr des ­Krebses. 4. erweiterte Ausgabe 2012

Autoren168

Fachperson Maurice Orange MSc
Arbeitsschwerpunkte Geboren in Amsterdam, Niederlande.
Studium der Medizin in Utrecht, Ausbildung Allgemeinmedizin in Amsterdam; Ausbildung Anthroposophische Medizin ­
in Holland, u.a. Zeylmans Klinik.
Seit 1987 ärztliche Tätigkeit in der
Park Attwood Clinic (UK), seit 1997 als Leitender Arzt bis zur Schliessung 2010. Jahrelange Erfahrung mit Misteltherapie, Ganzkörper­-Hyperthermie, Palliativversorgung. 2010 Masters (MSc) in klinischer Onkologie (Birmingham, UK).
Praxis Integrative Krebstherapie am Raphael Medical Centre (Kent). Aktuell medical advisor für zwei Organisationen in England: Mistletoe for UK und
Yes to Life. Seit September 2011 Oberarzt an der onkologischen Tagesklinik an der Ita Wegman Klinik Arlesheim.
Kontakt maurice.orange@wegmanklinik.ch

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