Drei Arten von Hausarztmodellen

1. Sogenannte Listenmodelle

Die Versicherungen haben Ärztelisten, die Pa­tientinnen und Pa­tienten können daraus wählen.
Die Ärzte wissen oft nichts davon, dass sie auf einer Liste sind. Tiefe Verbindlichkeit, geringer Prämienrabatt.

2. Hausarztmodelle ohne Budgetmitverantwortung

Versicherungen und Ärzte treten in eine vertrag­liche Verbindung, die Vereinbarungen sind „lose“. Überweisungen an Fachärzte werden kontrolliert, es erfolgen statistische Auswertungen der Arzt­kosten. Ebenfalls geringer Prämienrabatt.

3. Hausarztmodelle mit Budgetmitverantwortung
(Ärztenetze und Gesundheitszentren)

Versicherungen und Ärzte vereinbaren ­ge­mein­sa­me Qualitätskriterien, transparenten Informa­tions­austausch und Budgetziele. Die Ärztinnen und Ärzte übernehmen eine mehr oder weniger hohe Budgetmitverantwortung.
Die Förderung dieses Modells wurde vom Parlament als Managed-care-Vorlage beschlossen und wird im Juni an einer Volksabstimmung entschieden. Der Prämienrabatt ist deutlich höher. Wenn das Volk die Vorlage annimmt, wird darüber hinaus die Kostenselbstbeteiligung so modifiziert, dass sie für Versicherte in Hausarztmodellen mit Budgetmitverantwortung vorteilhaft ist.

Unsere Patientinnen und Patienten können bereits jetzt unter den Netzwerkärzten, wozu auch Ärztinnen und Ärzte der Ita Wegman Klinik gehören, wählen (bitte bei Ihrer Versicherung nachfragen). (Stufe 1)

Für Stufe 2 bestehen nun bereits erste Erfahrungen mit einzelnen Versicherungen. Das Ziel des VAGN sind Vertragsabschlüsse mit einigen ausgewählten Kassen auf der Stufe 3. Wir werden an dieser Stelle berichten, sobald die entsprechenden Verträge abgeschlossen sind.

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