Die Umwelt kindgerecht gestalten

In der All­er­gie­for­schung sind die Stu­di­en bis­her auf das Milieu und die Lebens­sti­le fokus­siert. Trotz einer Fül­le von Unter­su­chun­gen hat man die eigent­li­che Ursa­che der All­er­gi­en noch nicht ver­stan­den. Was bis­her fehlt und noch stu­diert wer­den muss: Wie wirkt ein Mensch auf den ande­ren ein? Wie wird das Kind von den Eltern beein­flusst?

Eigent­lich kön­nen wir nicht wis­sen, wie das Kind sei­ne Welt erlebt. Aber das, was wir zu wis­sen glau­ben, gestal­tet unse­re Vor­stel­lun­gen von dem, was ein Kind ist. Die­ser Glau­be bestimmt auch, wie wir dem Kind begeg­nen und es pfle­gen.“
Dani­el Stern, Kin­der­psych­ia­ter

Die Säug­lings­for­schung zeigt, dass der Fötus schon wäh­rend der Schwan­ger­schaft ver­schie­de­ne Ein­drü­cke
erhält. Durch sein Selbst gehört das Kind einer geisti­gen Welt an. Mit die­ser bleibt es sein gan­zes Leben hin­durch in Ver­bin­dung. Das Selbst hat die Auf­ga­be, den Kör­per bis in jede Zel­le zu durch­drin­gen und dann durch die Sin­nes­or­ga­ne mit der irdi­schen Welt in Ver­bin­dung zu kom­men. Es ist also eine Vor­aus­set­zung, um die Welt ken­nen­zu­ler­nen und die Sub­stan­zen in rich­ti­ger Wei­se in eige­ne zu ver­wan­deln.
Mensch­wer­den heisst zuerst, eine rich­ti­ge Ver­bin­dung mit dem Kör­per und sei­nen phy­sio­lo­gi­schen Pro­zes­sen zu fin­den.
Ziel der All­er­gie­for­schung ist es, im Lebens­stil oder in der Umwelt etwas zu fin­den, was gegen All­er­gi­en schützt bzw. ihnen vor­beugt. Die ers­te Mass­nah­me,
All­er­gi­en zu ver­hin­dern, liegt in der rich­ti­gen Füh­rung des Selbst des Kin­des. Das beginnt bereits in der Schwan­ger­schaft. Die Kennt­nis vom Selbst hilft den Eltern, die ers­te Anknüp­fung an das Kind zu fin­den, was die wei­te­re Ent­wick­lung des Kin­des nach der Geburt posi­tiv beein­flusst.
Eine zwei­te All­er­gi­en vor­beu­gen­de Mass­nah­me ist eine kind­ge­rech­te Gestal­tung der Umwelt.

Vie­le Fra­gen sind noch zu beant­wor­ten, bevor die Ursa­chen der All­er­gi­en völ­lig ver­stan­den sind. Doch ohne den gan­zen Men­schen zu ver­ste­hen, ohne die wah­re Natur des Kin­des zu ken­nen, wer­den wir mit Sicher­heit nie eine ent­schei­den­de Lösung fin­den.

Jackie Swartz
Kin­der­psych­ia­ter
Vidarkliniken/Mikaelgården, Jär­na / Schwe­den

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