Auf so eine Maschine setze ich mich nicht!

Ich bin seit längerem phasenweise von Rückenschmerzen ge­­plagt. Der Arzt diagnostizierte, das komme von einem leichten Becken­schiefstand.

Früher sportlich wenig aktiv, aber im Heben von Gewichten immer mehr gefordert: Die kleinen Kinder wurden schwerer, wollten aber trotzdem gehoben werden. So kamen immer wieder Rückenschmerzen oberhalb des Beckens auf. Also keine Kinder mehr hochheben und die Partnerin im Urlaub die Koffer tragen lassen?

Auf Empfehlung des Arztes besorgte ich mir eine Einlage in den Schuh. Dies mache zwar den Rücken nicht mehr gerade, könnte aber lindern. Ich trainierte über Jahre regelmässig in einem Fitnesscenter, was mich sicher vor einem grossen Teil meiner Schmerzen bewahrte.

Doch nachträglich musste ich feststellen, dass nicht alle Übungen förderlich waren, zum Beispiel für meine Schulter. Die Betreuung war nicht sehr intensiv, man liess mich einfach machen.

Jetzt habe ich wohl das Passende für mich gefunden: Ich habe einen neuen Trainingsstart gewagt mit Physiotherapie und MTT (medizinische Trainingstherapie). Ich wurde sorgfältig und differenziert angeleitet, das Richtige an den geeigneten Kraftmaschinen zu tun. Vor einem Trainingsgerät aber hatte ich spontan eine grosse Abneigung („Auf so eine Maschine setze ich mich nicht!“), dass ich mich überwinden musste, nur schon richtig zuzuschauen. Man dreht dort den ganzen Oberkörper in der Längsachse. Genau bei dieser Bewegung kenne ich meinen Schmerz. Ich wurde schliesslich motiviert, mit null Kilo Widerstand vorsichtig zu beginnen. Beim zweiten Training ging es schon besser, und jetzt nach etwa zwei Monaten steigere ich zum dritten Mal das Gewicht.

Kleine Schritte für mich, aber ein grosser für die Beschwerdefreiheit meiner Lenden­wirbelsäule… Ich mache beim Training viele verschiedene Übungen. Einige von früher werden bewusst weggelassen. Die Kombination von Physiotherapie zum Lockern und MTT zum Kräftigen hilft mir. Ich habe deutlich weniger Beschwerden und fühle mich an der heiklen Stelle im Kreuz satter, stabiler und weniger anfällig.

Das hat natürlich seinen Preis. Ich meine damit nicht die Behandlungskosten, sondern den Zeitaufwand für die Therapie und die selbstständig durchgeführten Übungen usw. Ich finde jedoch, meine Trainingsdisziplin wurde schnell belohnt mit mehr Wohlgefühl im Rücken anstelle von Schmerzen. Was will ich mehr?

Thomas A.

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