Ausgabe 26 / Frühjahr 2010
Schwerpunktthema: Mit Angst leben



Neues aus der Ita Wegman Klinik

  • Neuer Arzt in der onkologischen Tagesklinik: Dr. med. Serge Pachaud
  • Helfen Sie mit! Die Renovation des Therapiehauses soll weitergehen.
  • Neues in der Musiktherapie ausprobieren: TAO – Klangbett von Robert Benedek





Dr. med. Serge Pachaud
Neuer Arzt in der onkologischen Tagesklinik

Als Sohn eines französischen Vaters und einer deutschen Mutter an Weihnachten 1970 in Oberschwaben geboren, besuchte ich nach dem Waldorf-Kindergarten in Ulm die Freie Waldorf-Schule Freiburg-Wiehre. Den Zivildienst absolvierte ich auf der Kinderstation der Filderklinik. Ich studierte Medizin in Strassbourg, für ein Jahr Auslandsstudium ging ich nach Bristol, England, und für die Famulatur nach Sherbrooke, Quebec, Kanada. Meine Facharztausbildung in Allgemeinmedizin machte ich in Lille (Nordfrankreich) und Umgebung. Dann zog die Familie in den gebirgigen Teil der nördlichen Ardèche um, wo ich als Landarzt in einer medizinisch unterversorgten Region, weitab von allen medizinischen Infrastrukturen, unter extremen klimatischen Bedingungen einige Jahre tätig war. Neben meiner Arbeit als Allgemeinarzt besuchte ich die dreijährige berufsbegleitende französische Einführung in die Anthroposophische Medizin in Lyon. Im April 2009 kam ich zunächst als Assistenzarzt an die Ita Wegman Klinik, um mich mit der Anthroposophischen Medizin auch in der Praxis etwas tiefer vertraut zu machen und das Haus, die Wiege der anthroposophischen Kliniken, kennen zu lernen.

Nun freue ich mich sehr, seit dem 1. März 2010 das Team der onkologischen Tagesklinik ergänzen zu dürfen. Auf dieser, in unserem Haus noch sehr jungen und dynamischen Abteilung und in einer sehr angenehmen und positiven Arbeitsatmosphäre werden nun Patienten aus den verschiedensten Teilen der Schweiz mit den Ärzten ihre gewohnte Sprache sprechen können, was für sie psychologisch hilfreich und wichtig sein kann und somit bei der Vertrauensbildung und Heilung eine Rolle spielt.

 


Helfen Sie mit !
Die Renovation des Therapiehauses soll weitergehen.
Dafür braucht es auch Ihre Unterstützung!

Dieses faszinierende Bauwerk aus den 20er Jahren ist ein wunderbares Dokument seiner Zeit und für die frühe anthroposophische Architektur. Seine Gestaltung lehnt sich an das von Rudolf Steiner für Ita Wegman entworfene Wohnhaus an, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindet. Sein Charme und seine Ausstrahlung sind einmalig. Wir wollen dieses Bijou für die Nachwelt erhalten. Es soll weiterhin als Kultur- und Begegnungsstätte genutzt werden.

Die Dachsanierung, die im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen wurde, kostete rund 150‘000 Franken und konnte dank Spenden realisiert werden. Ab Sommer geht es mit den Renovationsarbeiten weiter: Die Fenster sind zu ersetzen, die Holzböden inkl. Bodenisolation müssen erneuert, die gesamte Heiztechnik sowie die Elektro- und Sanitäranlagen renoviert werden. Die Garderobe wird vergrössert und ein kleines Stuhllager eingerichtet.

Die nächste Bauetappe muss aus technischen Gründen in einem Schritt erfolgen. Sie wird knapp 500‘000 CHF kosten, die wir nicht aus dem Klinikbetrieb aufbringen können. Wir sind dafür auf Spenden angewiesen. Für jede grosse und kleine Unterstützung danken wir Ihnen herzlich.
Unterstützen Sie bitte den Erhalt
des Therapiehauses!

Spenden auf das Konto bei der
Basellandschaftlichen KB,
4410 Liestal, BLKBCH22,
mit der Nummer
CH20 0076 9016 3107 2649 9,
Zahlungszweck Spende Therapiehaus

Weitere Informationen zu dem Projekt:
annemarie.gass@wegmanklinik.ch

 


TAO – Klangbett von Robert Benedek
Neues in der Musiktherapie ausprobieren


Für einige Wochen wird in der Musiktherapie der Ita Wegman Klinik ein ganz besonderes Instrument ausprobiert: ein TAO-Klangbett von Robert Benedek. Robert Benedek, ein Instrumentenbauer aus Österreich, hat dieses Instrument entwickelt und stellte der Klinik eines zur Verfügung.

Das TAO–Klangbett ist ein grosser Resonanzkasten aus Eschenholz, auf hohen Beinen stehend, mit 48 + 4 quer gespannten Saiten auf der Unterseite, die hohen Töne mehr zum Kopf, die tiefen zu den Füssen hin. Das Besondere an diesem Klangbett sind die Stimmung in den TAO-Tönen h – a – e – d, dreichörig und über vier Oktaven, sowie die quer zum Bett verlaufenden Saiten.

Die klangliche Idee ist von der grossen TAO-Leier übernommen, welche von der Musiktherapeutin Victoria Ryan und dem Instrumentenbauer Andreas Lehmann gemeinsam entwickelt wurde, ursprünglich inspiriert durch die Angaben und Hinweise Rudolf Steiners.

Inzwischen konnten in der Ita Wegman Klinik mit dem Klangbett schon einige Erfahrungen gesammelt werden, sowohl Patienten als auch Mitarbeitende aus allen Bereichen haben das Klangbett ausprobiert. Die Erlebnisse sind vielfältig und durchwegs sehr positiv. Bemerkenswert scheint bei diesem Instrument, dass auf die meist sehr bald eintretende tiefe Entspannung im körperlichen und seelischen Bereich kein Einschlafen folgt, sondern dass der bespielte Mensch wach bleibt, sich selbst ganz in den Klangströmen erlebt und somit „Herr im Hause“ bleibt. Patienten mit posttraumatischer Belastungsstörung, Bluthochdruck, Lungenkrankheiten sowie Krebs schilderten ihr Erleben mit Begriffen wie Weitung, Lösen, Durchwärmung, Ruhe, Ganzwerden, innere Belebung.

Weitere Informationen www.benedeks.net.





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