Ausgabe 20 / Frühjahr 2008
Schwerpunktthema: Verantwortung



Aktuelle Themen

„E112“ kann die Türen der Lukas Klinik für Patienten aus dem EU-Raum öffnen.

Aus der Forschungsabteilung der Ita Wegman Klinik: Dr. Daniel Krüerke ist neuer wissenschaftlicher Mitarbeiter

Verstärkung in der Kardiologie Dr. med. Joachim Hötzel, seit Januar 2008 Oberarzt an der Ita Wegman Klinik

Verbesserungen für Patienten und Mitarbeitende in Sicht: Umbau des Klinikambulatoriums






„E112“ kann die Türen der Lukas Klinik für Patienten aus dem EU-Raum öffnen.

Seit dem In-Kraft-Treten der bilateralen Verträge der EU mit der Schweiz besteht die Möglichkeit, auch für EU-Bürgerinnen und -Bürger einen Aufenthalt in der Lukas Klinik über die gesetzliche Grundversicherung finanziert zu erhalten.

Gemäss Artikel 13, Absätze 4 bis 6 des GMG (Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung) können EU-Bürger unter gewissen Umständen auch Leistungserbringer in anderen Staaten der Europäischen Gemeinschaft in Anspruch nehmen. Diese Regelungen haben, gestützt auf die bilateralen Abkommen zwischen der EU und der Schweiz, auch für die Schweiz Geltung. Gemäss Artikel 22, Absatz 1c der EG-Verordnung 1408/71 kann der zuständige Kostenträger dem Versicherten die Genehmigung erteilen, „sich in die Schweiz zu begeben, um dort eine seinem Zustand angemessene Behandlung zu erhalten“. Die Regelung E112 ermöglicht Wahlbehandlungen im Ausland. Bei dieser Regelung handelt es sich um eine so genannte „Kann-Norm“, die dem  Kostenträger Entscheidungsvarianten einräumt.

Der Ablauf, um zu einer Kostengutsprache zu gelangen, sieht dann wie folgt aus: Als betroffene Person müssen Sie bei Ihrer  Krankenkasse/ Krankenversicherung ein Gesuch um Kostengutsprache nach E112 einreichen. Dies sollte am besten gemeinsam mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Aus dem ärztlichen Zeugnis, das für das Gesuch erforderlich ist, muss die klare Notwendigkeit einer stationären Heilbehandlung hervorgehen, und dass es sich beim geplanten Aufenthalt nicht um einen Kuraufenthalt handelt. Stellt Ihnen Ihre Krankenkasse ein E112-Gesuch zur Verfügung, senden Sie uns dieses bitte sofort zu. Erst nachdem wir das Gesuch bei der entsprechenden Schweizer Einrichtung eingereicht und von dort einen positiven Bescheid erhalten haben, können wir Ihnen einen Aufenthalt in der Lukas Klinik zusichern. Möchten Sie während Ihres Aufenthalts in der Klinik in einem Einzelzimmer oder einem Zweibettzimmer liegen, ist dafür entweder eine private Zusatzversicherung erforderlich, oder Sie tragen persönlich die Kosten der entsprechenden Zimmerdifferenz.

Gerne geben Ihnen hierzu Frau Therese Sieber, Frau Daniela Burkhardt oder Frau Sasha Gloor von unserem stationären Aufnahmebüro weitere Auskünfte oder unterstützen Sie dabei.

Weitere Informationen hierzu finden Sie auch auf unserer Homepage www.lukasklinik.ch (Rubrik stationäre Anmeldung /Aufnahme D).

Iwer Helwig,
administrativer Leiter der Lukas Klinik

 

Aus der Forschungsabteilung der Ita Wegman Klinik:
Dr. Daniel Krüerke ist neuer wissenschaftlicher Mitarbeiter

Seit einigen Monaten wird an der Ita Wegman Klinik die klinische Forschung durch einen eigens dafür angestellten wissenschaftlichen Mitarbeiter verstärkt. Dr. Daniel Krüerke, erfahrener und hoch qualifizierter Physikochemiker, konnte sich durch seine Mithilfe bei der Pneumoniestudie bereits in die Forschung der Klinik lohnend mit einbringen. Er promovierte in Berlin und war bisher in der universitären und industriellen Forschung mit dem Schwerpunkt Flüssigkristalle in Deutschland, Schweden,  Schottland und den USA tätig.

Forschungsschwerpunkte an der Klinik sind im weitesten Sinne Fragen des Rhythmus, einerseits des Herzrhythmus selber, dann aber auch des Rhythmus bei Blutdruckerhöhung, bei fieberhaften Erkrankungen wie Lungenentzündung. Die Forschungsabteilung der Ita Wegman Klinik arbeitet eng mit dem Paracelsus-Spital in Richterswil sowie mit der Weleda zusammen. Aus dieser Zusammenarbeit soll eines Tages ein eigenes Forschungsinstitut der Kliniken entstehen.

 

Verstärkung in der Kardiologie
Dr. med. Joachim Hötzel, seit Januar 2008 Oberarzt an der Ita Wegman Klinik

Dr. Hötzel ist in Norddeutschland aufgewachsen. Nach dem Studium der Medizin in Erlangen, London und Bonn folgte die Ausbildung zum Internisten und Kardiologen an der Universitätsklinik Köln mit anschliessender kardiologischer Oberarzttätigkeit in Bonn. Bis Ende 2007 arbeitete Dr. Hötzel über viele Jahre als niedergelassener Kardiologe in einer Gruppenpraxis in Bonn.

Schwerpunkte waren Kardiologie, Angiologie und kardiale Rehabilitation. Es wurden sämtliche moderne bildgebende und interventionelle Verfahren in der Kardiologie durchgeführt. Zur Anthroposophie kam Dr. Hötzel durch seine 4 Kinder, die eine Waldorfschule besucht haben.

In seinen Bonner Jahren hat er die Anthroposophische Medizin mehr als Beobachter kennen gelernt und viele kardiologische Konsilien für die anthroposophisch tätigen Kollegen durchgeführt. In seinem letzten beruflichen Abschnitt möchte sich Dr. Hötzel intensiv in die Anthroposophische Medizin einarbeiten und nimmt berufsbegleitend am Ärzteseminar Anthroposophische Medizin der Schweiz teil.

Er freut sich, nicht nur als Lernender in die Ita Wegman Klinik zu kommen. Er hofft, gleichzeitig seine umfangreiche schulmedizinische kardiologische Erfahrung einbringen zu können zum Wohl der Patienten sowie zur Entlastung von Dr. Christoph Kaufmann, um der zunehmenden Nachfrage nach kardiologischer Konsiliartätigkeit gerecht zu werden.


Verbesserungen für Patienten und Mitarbeitende in Sicht:
Umbau des Klinikambulatoriums

Schon seit längerer Zeit wurde deutlich: Die Arztpraxen und die öffentliche Apotheke der Klinik haben mit der jetzigen Gestaltung nicht genug Raum. Immer wieder wurde versucht, durch verschiedene Rochaden Engpässe aufzufangen. Da aber immer mehr Patienten im ambulanten Bereich betreut werden, kann mit den bisherigen Massnahmen das Platzproblem nicht mehr gelöst werden. Deshalb wurde im Rahmen der Strategieausrichtung der Klinik ein Projekt zur Verbesserung der Räumlichkeiten der Ambulanz und der öffentlichen Apotheke in Auftrag gegeben. Ziel des Umbaus ist es, sowohl den Patienten als auch den Mitarbeitenden mehr Raum zu geben. Im Verlaufe der nächsten Monate werden der Eingang zur Ambulanz modernisiert, die Apotheke umgebaut und ein zentrales Arztsekretariat geschaffen.





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