
Grundlagen der Osteopathie
Das ganzheitliche Konzept der Osteopathie entwickelte der Arzt Andrew Taylor Still (1828-1917) aus jahrelanger ärztlicher Tätigkeit, Forschung und Naturbeobachtung in Amerika. Mit 64 Jahren gründete er 1892 die American school of osteopathy in Kirksville, Missouri. Aus dieser ging die A. T . Still University of Health Scieness hervor.
A. Still prägte die Osteopathie aus den Erkenntnissen:
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Alles Leben ist Bewegung.
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Der Mensch bildet eine Einheit aus Körper, Seele und Geist.
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Struktur und Funktion – Funktion und Struktur beeinflussen sich gegenseitig.
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„Alles fliesst.“ Den Gefäss- und Nervenbahnen sowie der Zirkulation von Liquor, Hormonen, Blut, Lymphe und Verdauungssäften kommt im Organismus eine grosse Bedeutung zu.
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Der Mensch trägt die Fähigkeit der Selbstheilungskräfte in sich.
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Der Entwicklung der Individualität mit ihrem sozialen Umfeld und der Biographie kommt Bedeutung zu.
Die Osteopathie ist eine sehr differenzierte Therapieform, die über die Hände der Therapeuten ihre Anwendungfindet.
Es werden eingeschränkte Bewegungsqualitäten ertastet und mobilisiert. Dabei werden insbesondere die funktionellen Zusammenhänge zwischen dem Bewegungsapparat, den Organen und dem Gefäss- und Nervensystem in die Therapie mit einbezogen.
Die Osteopathie versucht, den Patienten in seiner Gesamtheit wahrzunehmen und zu erfassen, mit dem Ziel, die Ursache und Entwicklung von Krankheitsprozessen aufzufinden und zu behandeln.
Der Mensch strebt nach Aufrechte und Gleichgewicht
Im Verlauf des Lebens entstehen Bewegungseinschränkungen, Asymmetrien und Ungleichgewichte. Physische und seelische Traumata, erbliche Veranlagung, Konstitutionen bewirken und prägen die Ausbildung unseres individuellen Seins im guten wie im belastenden Sinn.
Vielfach ist zu beobachten, wie sich über Jahre hinweg aus diesem „Lebensrucksack“ heraus ganz individuelle Funktionsketten an Dysfunktionen im Bewegungsapparat und im Organgeschehen bilden und zunehmend verfestigen.
Auf einem solchen Nährboden können sich verschiedene akute oder chronische Erkrankungen entwickeln, die unser eigentliches Streben nach Aufrechte und Gleichgewicht stören. Das Aufspüren, Wahrnehmen und Nachvollziehen der Entwicklung solcher Funktionsketten und Zusammenhänge bildet die Grundlage der fundierten osteopathischen Therapie. Es geht darum, entstandene Dysfunktionen und Verfestigungen dem lebendigen, heilenden Lebensstrom wieder einzugliedern.´
Was mir am Herzen liegt
Durch meine jahrelange Berufserfahrung und Ausbildung verbinde ich in der Therapie die schulmedizinischen und osteopathischen Erkenntnisse mit den menschenkundlichen Grundlagen der durch Rudolf Steiner und Ita Wegman erweiterten Heilkunst.
In den Behandlungen bringe ich gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten die körperlichen Veränderungen in einen Zusammenhang mit den gestaltbildenden Lebensprozessen und den gleichermassen wichtigen seelischen und geistigen Prozessen.
Im Verlauf der Behandlung kann sich die Patientin oder der Patient tiefer kennen lernen, wahrnehmen und bewusster einordnen.
Dadurch können sie die Möglichkeit erhalten, ihr Leben anders zu ergreifen und zu gestalten.
Ich arbeite mit Ärztinnen und Ärzten sowie anderen therapeutischen Fachrichtungen zusammen, um die Patienten mit ihren Fragen und Beschwerden in die Mitte zu stellen.
So können wir voneinander lernen und uns weiterentwickeln.
"Das Knochengebäude ist das deutliche Gerüst aller Gestalten; einmal wohl erkannt, erleichtert es die Erkenntnis aller übrigen Teile, ja ich behandle die Knochen als einen Text, woran sich alles Leben und Menschliche angliedern lässt."
J. W. Goethe