Wer kennt eigentlich Pastinaken?
Diese weisslichen „Hammelmöhren“ sehen mit ihrer hellbraunen Schale der Möhre nicht nur ähnlich, sie sind nah verwandt. Allerdings wurden sie bisher im Gegensatz zu den Möhren weniger geschätzt und mehr als Tierfutter verwendet. Dies hat sich geändert, denn Pastinaken schmecken aromatisch und süß, sie sind auch schnell zuzubereiten. Für Kinder sind sie ein ideales Gemüse, gut verträglich, wenig belastend und sogar leicht blähungshemmend. Daher kann man sie schon im ersten Lebensjahr als Gemüse geben.
Pastinaken entfalten durch das Garen ihren Geschmack. Zum Rohverzehr sind sie weniger geeignet, da sie etwas trocken schmecken. Pastinaken haben nur 80 Prozent Wasser im Gegensatz zu den 88 Prozent der Möhre. Dadurch sind sie aber auch gehaltvoller. Erst jüngste Forschungen ergaben, dass ihre Kohlenhydrate vom Menschen genutzt werden können und nicht nur als Ballaststoffe wirken. Ihr Gehalt an ätherischen Ölen – eine Eigenschaft aller Doldenblütler – hat eine beruhigende Wirkung auf die Verdauung. Pastinaken lassen sich gut mit Möhren kombinieren, was auch farblich sehr harmoniert Aber auch als Einzelgemüse sind sie zu empfehlen. Zur Zubereitung schält man sie, schneidet sie in Würfel und gart sie in wenig Wasser.
Dr. sc. agr. Petra Kühne, geb. 1953 in Berlin, verh., drei Kinder, Frankfurt a.M., Ernährungswissenschaftlerin, Leiterin des Arbeitskreis für Ernährungsforschung e. V., Vortrags- und Kurstätigkeit, Buchveröffentlichungen: Säuglingsernährung (7. Aufl. 1999), Ernährungssprechstunde (1993), Gewürze und Kräuter (1999) Kinderernährung heute (1999)