Allen für alle...
Leben – zum Heile der Welt. Was heisst das? Heute? Heilen heisst auch ganz machen. In man-chen Belangen entzweit kommt einem diese Welt vor. Die spaltenden Kräfte scheinen jedenfalls in der Übermacht. Bis in die Bewusstseinssphäre des Menschen hinein sind sie spürbar. Bruchstellen allenthalben. Und Absturzgefahr. Was tun – zum Heile der Welt? Brücken schlagen. Zusammenfügen, was auseinandergebrochen. In der Tat: zu heilen sind wir in diese Welt gerufen. Jeder an der ihm zugedachten Stelle. Im Alltag, ungerufen, in der Stille. Es tun. Einfach da sein. Aber ganz. Für den andern. Denn alles Begegnen muss heute (gegenseitig) heilenden Charakter haben. Zu heilen sind wir geboren – alle. Aber viele wissen (noch) nicht darum. Auch ihnen wird der Mut wachsen. Allen für alle. Es ist ganz einfach, was zuerst als das Schwerste erscheint: Zurücktreten. Abschied nehmen von dem, was uns als das Teuerste erscheint – dem Ego. Licht wird sich in die vermeintliche Leere ergiessen. An die Seite von Erkenntnis-Licht muss sich immer mehr Erkenntnis -Wärme stellen. Mit Umdenken allein ist es noch nicht getan. Das Umfühlen ist ebenso dringlich gefordert. Der immerzu persönlichen Erfahrung ist ge-gen-über dem unpersönlichen Wissen mehr Gewicht beizumessen. Hingabe ist uns dabei abverlangt. Ein Hin-geben dessen, was uns einst so teuer schien. Dann erst wird der „Heiler“ in uns auferstehen: wunderbar, Wunder zeugend. Allerorten. Und das „alte“ Ego wird nichts von allem verstehen – sich davonstehlen, wie der Dieb in der Nacht.
Autor: Daniel Wirz | Ausgabe: 2