Eine ganze Reihe von Studien renommierter Wissenschaftler liegt nun schon vor, die nachweisen, dass Liebe heilt – oder besser: Krankwerden verhindert. So zeigt eine Langzeitstudie etwa auf, dass über 90% der im Alter von 45-50 Jahren an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Alkoholismus leidenden Menschen ihr Verhältnis zu den Eltern – 35 Jahre zuvor danach befragt – als „kühl-distanziert“ kennzeichneten.
Sich aufgehoben fühlen im Elternhaus, Ge-borgenheit, „Nestwärme“ erleben, erweist sich damit als ungemein gewichtiger Gesundheitsfaktor.
Eine andere Studie erforschte die Ursachen von Zwölffingerdarmkrebs bei Männern.
Auch diese Ergebnisse sind frappant: Bei Männern, die sich von ihren Frauen geliebt und unterstützt fühlen, ist die Krankheitsneigung um mehr als das Dreifache vermindert.
Bekannt sind auch Zusammenhänge zwischen Brustkrebs und Einsamkeit. Die Sterblichkeitsrate ist bei Frauen, die sich von ihrem Umfeld weder geliebt noch verstanden fühlen, sage und schreibe doppelt so hoch wie bei andern.
Das Risiko, nach einem Herzinfarkt zu sterben, ist bei sozial isolierten Männern mit ho-hem Stressniveau um das Vierfache erhöht.
Nicht weniger erstaunlich ist auch die Tat-sache, dass die durchschnittliche Geburtsdauer bei Frauen, die sich während der Schwangerschaft allein gelassen fühlten, mit über 19 Stunden massiv erhöht ist. (Die durchschnittliche Geburtsdauer liegt etwa bei 8 Stunden!).
Zum einen mögen einen diese Erkenntnisse in Staunen versetzen, zum andern sind sie aber doch auch ganz „normal“, ich meine einleuchtend, zeigen sie doch bloss auf, in welch hohem Masse der Mensch ein soziales Wesen ist. Fühlt er sich nicht aufgehoben, angenommen oder gar geliebt, ist seine Neigung zu erkranken markant höher.